Image

250 JAHRE FRIEDRICHSFELD

Wochenende vom 6.–7. Juni vormerken!

250 JAHRE FRIEDRICHSFELD

wird gesponsort von

Festivitäten

Seit 250 Jahren besteht unser Ort und das muss gefeiert werden!

Am Wochenende vom 6.–7. Juni erwartet Sie ein abwechslungsreiches Programm mit vielen tollen Aktivitäten:

  • Markt mit regionalen Produkten, Geschenkartikeln und traditionellem Handwerk

  • Ausstellung historischer und moderner landwirtschaftlicher Geräte, Feuerwehrgeräte und DRK-geräte

  • die Friedrichsfelder Szenen, heitere Geschichten über Friedrichsfeld

  • Fotopräsentation mit historischen Aufnahmen aus unserem Dorf

  • Dorfspaziergang durch die Vergangenheit, kombiniert mit einer spannenden Schnitzeljagd für Kinder

  • Tattoo, Schminken und vieles mehr für Kinder und Jugendliche

  • Am abend große Tanzparty mit DJ "OLE"

 

Eingeladen sind alle Friedrichsfelder und ehemaligen Einwohner von Friedrichsfeld. Ebenso freuen wir uns auf die Bewohner der Großgemeinde Trendelburg und umliegenden Region.


Also nicht verpassen!!  6.–7. Juni vormerken

sonst ärgern Sie sich hinterher!

 

 

Festprogramm

Samstag, 6. Juni

14:30

  • Offizielle Eröffnung durch Bürgermeister Manuel Zeich und Ortsvorsteher Hans-Albert Lotze

ab 15:00 

  • Gemütliches Beisammensein bei Kaffee und Kuchen in der Trierlandhalle.

  • Fotopräsentation „Friedrichsfeld - früher bis heute"

  • Dorfspaziergang durch die Vergangenheit, kombiniert mit einer spannenden Schnitzeljagd für Kinder

ab 19:30         

  • große Tanzparty mit DJ "OLE" (Eintritt 5.-€ ab 16 Jahren)

Sonntag, 7. Juni.

10:00

  • Gottesdienst in der Trierlandhalle

12:30 – 18:00

  • Markt mit regionalen Produkten und Geschenkartikeln und traditionellem Handwerk

  • Vorführung alter Handwerkskünste

  • Kaffee + Kuchen so wie weitere Speisen und Getränke

  • Fotopräsentation „Friedrichsfeld - früher bis heute"

  • Dorfspaziergang durch die Vergangenheit, kombiniert mit einer spannenden Schnitzeljagd für Kinder

  • Tattoo, Schminken, Hüpfburg und vieles mehr für Kinder und Jugendliche

12:30 – 14:00

  • Friedrichsfelder Szenen, heitere Geschichten in unterhaltsamen Szenen (geschrieben und inszeniert von Brunhild Falkenstein)

14:00 – 15:30 

  • Auftritt der Trendelburger Musikanten

16:00 – 17:30

  • Friedrichsfelder Szenen, heitere Geschichten in unterhaltsamen Szenen (geschrieben und inszeniert von Brunhild Falkenstein)

18:00         

Gemütlicher Ausklang der Festlichkeiten


 

Friedrichsfeld

ein besonderes Dorf in Nordhessen

 

 

Auch wenn Friedrichsfeld ein kleines Dorf ist, kann es

  zugleich  stolz  auf  sein  250-jähriges  Bestehen  sein

 

Friedrichsfeld ist ein Dorf mit bis heute stark landwirtschaftlichem Charakter, auch wenn der Strukturwandel in der Landwirtschaft die Zahl der direkt beteiligten Bewohner deutlich verringert hat. Es ist ein Dorf mit einer ganz besonderen Entstehungsgeschichte, die man selbst nach 250 Jahren noch gut erkennen kann.

Nicht zuletzt deshalb, weil es noch Einwohner gibt, die direkt von den Dorfgründern abstammen, und weil Straßennamen an die ursprüngliche Herkunft der ersten Siedler erinnern. Auch bei vielen Häusern ist die ursprüngliche Bauweise noch deutlich zu erkennen.

Friedrichsfeld ist ein Dorf mit starkem Zusammenhalt. Nachbarschaft wird hier ganz selbstverständlich gelebt. Neubürger sind willkommen und werden ganz natürlich in die Dorfgemeinschaft der rund 135 Einwohner aufgenommen. Vielleicht lässt sich auch darin noch heute die besondere Entstehungsgeschichte Friedrichsfelds erkennen.

 

block item img

1775

Im Jahr 1775 war das Kurfürstentum Trier ein geistlicher Staat. Der Kurfürst-Erzbischof war der oberste Herrscher. Er hatte zwei Rollen: geistlich als Leiter des Erzbistums Trier und weltlich als Herrscher des Landes. Er verwaltete das Gebiet und verlangte hohe Steuern von der Bevölkerung.

 

Wirtschaftsflüchtlinge

Um diese hohen Steuern zu vermeiden, beschlossen im Jahr 1775 zehn Familien (41 Personen) aus den Dörfern Mensfelden und Ennerich, ihre Heimat zu verlassen und nach Preußen auszuwandern.

block item img

Cassel

Die Landgrafschaft Hessen-Kassel lag während des Siebenjährigen Krieges mitten im Kampfgebiet. Dadurch litten Kassel und seine Umgebung stark. Es kam zu großen Zerstörungen, und Handwerk und Handel lagen weitgehend still. Viele Männer waren gefallen, und auch 1775 litt die Region noch unter den Folgen des Krieges.

Zwischenstopp

Auf ihrem Weg nach Preußen machten die Abgesandten aus Mensfelden einen Zwischenstopp in Kassel. Landgraf Friedrich II. wollte diese Flüchtlinge gern für seine Landgrafschaft gewinnen und bot ihnen zahlreiche Vergünstigungen an, um sie dauerhaft im Land zu halten.

block item img

Trendelburg

Die Region war durch den Siebenjährigen Krieg stark in Mitleidenschaft gezogen worden, und der Landgraf wollte das Gebiet wieder entwickeln. Landgraf Friedrich II. bot den Flüchtlingen an, sich in der Umgebung von Trendelburg, nahe dem sogenannten „Hammelstall“, niederzulassen.

 

Vergünstigungen

Natürlich wurden nur gesunde und fleißige Menschen gesucht, doch diese konnten im Gegenzug mit einer zollfreien Durchreise, der Befreiung vom Kriegsdienst sowie einem Darlehen von 150 bis 200 Talern (mehreren Jahresverdiensten eines einfachen Arbeiters) für den Hausbau rechnen.

block item img

Kolonie Friedrichsfeld

Im Jahr 1776 hatten die Abgesandten ihre Aufgabe erfüllt, und die Reise zum Bestimmungsort konnte beginnen.

Vor Ort angekommen wurden die Flüchtlinge zunächst in Behelfshütten untergebracht, doch noch im selben Jahr entstanden die ersten vier Häuser, in denen anfangs mehrere Familien gemeinsam wohnten.

Erbpachtgrundstücke

Die landwirtschaftlichen Flächen wurden in Erbpacht vergeben, sodass sich die Gruppe dort als erste Kolonisten ansiedeln konnte. Damit legten sie den Grundstein für das, was sich später zum heutigen Dorf entwickelte.

Zu Ehren des Landgrafen wurde die neue Siedlung nach ihm benannt: „Friedrichsfeld“.

block item img

10 Häuser

Neben der Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen wurde bereits 1776 mit dem Bau von steinernen Häusern für die zehn Familien begonnen.

Jedes Haus wurde im französischen Stil errichtet: links und rechts der Haustür befanden sich jeweils zwei Fenster, und über der Tür ein Erker mit Fenstern nach vorne und nach hinten. Die Häuser standen auf Grundstücken von etwa einem Morgen (ca. 2.500 m²).

Die ersten vier Häuser wurden massiv gebaut, die übrigen in Fachwerk.

Das letzte Haus wurde 1777 fertiggestellt, womit sich die Kolonie Friedrichsfeld zu einem erfolgreichen landwirtschaftlichen und siedlungspolitischen Projekt entwickelte.